Erstkommunionvorbereitung im Schwarzwald

Erstkommunionvorbereitung in Lauf von 4 November 2006 bis zum Mai 2007.

Katechese nach Marcel Jousse.

Viele Kinder haben heute schon in der dritten Klasse einen vollen Terminkalender. Ein zusätzlicher frommer Termin am Nachmittag wurde vermieden, indem wir uns in der Schule zweimal wöchentlich vor dem Unterricht trafen. Keine extra Wege – nur eine halbe Stunde früher aufstehen.  Montags wurde die Schöpfung Gen1,1-2,4 rezitiert und die eine oder andere Geschichte aus dem Talmud erzählt. Freitags morgen war das Evangelium des kommenden Sonntags und der Ablauf der hl. Messe Thema. Für den Aufbau der Messe haben wir während des Kurses ein eigenes Buch erarbeitet.  Hier, wie auch am Montag, kamen nach und nach alle Themenbereiche des christlichen Glaubens zur Sprache.

Zur Beichte gingen die Kinder ohne große zusätzliche Festivitäten ( Versöhnungsfest etc.) Mit jedem Kind wurde bevor es an der Reihe war kurz gebetet. Am Morgen der Beichte hatte der Pfarrer 30 Minuten die Beichte mit den Kindern durchgesprochen und gespielt. 

24 Kinder waren mit Freude auf diesem Weg. Anstatt heiliger Pflichten die den Weg lang und mühsam werden lassen, hatten sie kurze Inputs am Morgen, die den Alltag in vielen Familien positiv beeinflusst haben. So glaube ich,  kann Licht in den Alltag der Erstkommunionkindern und ihren Familien kommen in der Vorbereitungszeit .

„Meine Last ist leicht und mein Joch drückt nicht.“ 

Sagt DER auf den wir schauen.

Das große Interesse für dieses Angebot, für das wir hofften 5 oder 6 Interessenten zu finden, hat überrascht. Vielleicht ist gerade in Deutschland dem Land der Kirchenspaltung mit besondern Segen zu rechnen, wenn sich katholische Kinder auf das Sakrament der Eucharistie vorbereiten indem sie Gott zuerst in seinem Wort begegnen.  Auch ist die Beschäftigung mit der Schöpfung ein Gemeinsames mit dem jüdischen Volk dessen Einfluss in Deutschland verloren gegangen ist. So haben wir uns das große Interesse damit erklärt, dass gerade diese Methode für unser Land besonders geeignet ist.

Genesis 1.1-1.3

1 Als Gott zu erschaffen begann, (Diese, in wenigen Übersetzungen verwendete Formulierung, wartet mit dem ersten aktiven Verb auf den ersten Schöpfungsakt); den Himmel und die Erde, (Himmel und Erde werden mit den Händen- die Arme weit ausgestreckt)
2 Da war die Erde ein Tohuwabohu (Beide Arme bewegen sich entgegengesetzt vor dem Körper im Kreis um das Durcheinander zu symbolisieren und auch zu physisch zu spüren das Gleichgewicht wird schwieriger zu halten). Und es lag Finsternis auf der Tiefe (beide Hände horizontal flach ausgestreckt vor dem Körper die Finsternis wie eine große Platte vor den Augen in die Tiefe sinken lassen.)  Der Atem Gottes ruhte über dem Wasser (vom Mund ausgehend den Atem mit beiden Händen ausströmen lassen und ihn über den Wassern schweben lassen)
3 Gott sprach es werde Licht (Mit der Hand das aus dem, Mund kommende Wort symbolisieren und das Licht vor dem Körper aufblitzen lassen allerdings gen Himmel) und es entstand Licht…(das entstehende Licht blitzt von den Augen aus denn es erleuchtet und lässt sehen)

Gen 1.20-21a

Gott sprach:  Im Wasser wimmle ein Gewimmel lebender Wesen, (die Finger "wimmeln" im bewegtem Wasser)
Und der Vogel fliege über der Erde (die Daumen werden ineinander gehakt und die Hände machen den Flügelschlag)
Auf dem Antlitz der Feste des Himmels (mit den Armen die Feste des Himmels als große Kuppel andeuten)
Gott erschuf die großen SEEUNGEHEUER (der ganze Mensch wird zum fürchterlichen SEEUNGEHEUER mit beiden Armen halb schlendernd halb auf Beute lauernd gen Boden schlenkern)
Und alle lebenden, sich regenden Wesen von denen das Wasser wimmelt (die Finger wimmeln wieder im bewegten Wasser)
nach seiner Art (mit dem Zeigefinger auf die imaginären Wesen im Wasser zeigen um anzudeuten, dass wirklich jedes anders ist)
und alles was Flügel hat (Daumen ineinander gehakt machen die Hände den Flügelschlag)
nach seiner Art (mit dem Zeigefinger die vielen Vogelarten am Himmel zeigen die Anzahl der gestischen "Nennungen" wird vom Rhythmus bestimmt)

Die erklärten Gesten beziehen sich auf dieses Video von 2006. Die Grundlage für Melodie und Geste war das französische Rezitativ von "Parole et Geste." Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich im Französischen die Gesten bereits neueren Entwicklungen angepasst haben. Für einen neuen Einsatz in Deutschland müsste das Rezitativ auf den Gesten-Code der kanadischen Association umgearbeitet werden, weil dieser heute in Deutschland von In&Auswendig eingesetzt wird. Inzwischen sind auch Textänderungen erfolgt. z.B Der Geist Gottes anstelle vom der Atem Gottes und schwebte statt ruhte über dem Wasser.